Schulen Frauenfeld

Berufswahlparcours 18

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Firmen für die Teilnahme am Berufswahlparcours 2018!
 

Berufswahlparcours 2018

Am 31. Oktober und am 1. November erkundeten 476 Schulerinnen und Schuler der Schulen Frauenfeld, Halingen, Hüttwilen, Müllheim und Schloss Kefikon die Berufswelt. 157 Betriebe in der Umgebung öffneten ihre Türen und hiessen die Schulerschaft willkommen. Mit grossem Einsatz und spürbarer Begeisterung vermittelten die Ausbildungsverantwortlichen Eindrücke aus 80 verschiedenen Berufen.

Mittwochmorgen. Larissa, Esra und Annina sind auf dem Weg nach Nussbaumen in die Gänerei der Stiftung Stift Höfli. Die Feuchtigkeit der Nacht liegt noch in der Luft und die Felder überzieht eine feine Raureifschicht. Über der Thurlandschaft liegt dichter Nebel. Hie und da verzieren rote glänzende Äpfel die alten Hochstämmer.

Die drei Frauenfelder Schülerinnen werden vor der Gärtnerei von Frau Bürgin begrüsst und- herzlich willkommen geheissen. Frau Bürgin und ihr Team freuen sich, den Jugendlichen den Beruf der Gärtnerin/des Gärtners näher zu bringen und sie für diesen vielfältigen Beruf zu begeistern. Am nächsten Tag treffe ich Annina auf ihrem zweiten Berufserkundungsgang und sie erzählt mir, dass ihr der Morgen in der Gärtnerei sehr gut gefallen habe, vor allem das Eintopfen einer Pflanze und das Dekorieren mit Steinen habe ihr besonders Spass gemacht.

Die Rauchschwaden der Zuckerfabrik und der unverwechselbare Geruch der Zuckerrüben- verarbeitung sind ein Zeichen, dass die Zuckerfabrik auf Hochtouren arbeitet. Ich entdecke Herrn Furrer mit vier Jugendlichen auf dem Rundgang durch das Fabrikareal. Die Jugendlichen interessieren sich für den Beruf des Polymechanikers und konnten bereits in der Werk- statt kreativ mitwirken. Mit Unterstützung des Lehrlings konnten sie die Lochbohrungen am PC-Bildschirm einprogrammieren und die Gravur ihres Namens gestalten. Herr Furrer zeigt sich sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. Er betont das gute Auftreten, den Einsatz und die Pünktlichkeit der Jugendlichen. Herr Furrer sieht den Berufswahlparcours als Bindeglied zwischen Betrieben und Schulen und für die Schülerinnen und Schüler eine wertwolle Möglichkeit, um Werkstattluft zu schnuppern. Zudem können die Jugendlichen an diesen Tagen ihre Selbstandigkeit üben, indem sie den Weg zu den Betrieben planen und eigenstandig bewältigen.

In der Werkstatt von Velos-Motos Egli treffe ich Larissa und Mattia an. In ruhiger Atmosphäre reinigen sie ein Velo. Die Zeit fur den Berufswahlparcours sei ideal, bestätigt Herr Brunner, in dieser Jahreszeit sei es im Betrieb etwas ruhiger und er und sein Team hätten so mehr Zeit, die Schülerinnen und Schüler zu betreuen. Es bereite Freude, ihnen den Beruf des Zweiradmechanikers zu erklären. Die Jugendlichen zeigen Interesse und stellen viele Fragen, sagt Herr Brunner.

Im grossen Saal des Alterszentrums Stadtgarten sitzt eine Gruppe von Mädchen, die sich für die Berufe Fachfrau/-mann Gesundheit und Hauswirtschaft interessieren. Nach dem theoretischen Teil trennt sich die Gruppe und die Mädchen bekommen Gelegenheit, sich mit praxisbezogenen Arbeiten auseinander zu setzen. Ich begleite die Schülerinnen, welche den Be- ruf der Fachfrau Hauswirtschaft ausgewählt haben. Frau Frei zeigt den Schülerinnen, worauf es beim Tischen ankommt. Zu zweit decken die Mädchen den Tisch nach klaren Regeln für ein Weihnachtessen. Dekorieren dürfen sie den Tisch nach eigenen Vorstellungen. Eine grosse Auswahl an Dekorationsmaterial steht ihnen zur Verfugung. Die Ausbildungsverantwortlichen sind begeistert von den Schulerinnen. Sie seien sehr interessiert, freundlich, achtsam und hatten sie mit Fragen gelochert.

Im Kantonsspital Frauenfeld sind 40 Jugendliche, welche sich fur den Beruf der Fachfrau/des Fachmanns Gesundheit interessieren, angemeldet. Ein hochmotiviertes und perfekt organisiertes Team von Auszubildenden betreut die verschiedenen Gruppen. Unterstutzt wird das Team von weiteren Fachleuten, welche die Schülerinnen und Schüler auf einen Rundgang durch die Notfallstation und die Radiologie führen. Draussen wartet ein vierkopfiges Team der Rettungssanitäter/-innen mit zwei Autos des Rettungsdienstes auf die neugierigen Besu- cherinnen und Besucher. Die Jugendlichen bekommen einen umfangreichen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche des Spitals.

Zum Schluss besuche ich Adrian in La Terrasse. Er erkundet den Beruf des Restaurationsfachmanns. Ich entdecke ihn an der Kaffeemaschine und bestelle einen Espresso. Gekonnt wärmt Adrian die Tasse vor, richtet das Tablett und serviert mir danach den Espresso. Dunkel gekleidet und mit seiner charmanten, freundlichen Art macht er bereits einen professio- nellen Eindruck. Adrian sagt, dass er nach drei spannenden Besuchen in drei unterschiedlichen Berufen wisse, in welche Richtung er seine nächsten Schritte in der Berufswahl planen werde.

November 2018, Madalena Burgi